Segelflugzeuge brauchen zum Fliegen keinen Wind. Sie fliegen auch - und
genauso gut - wenn es windstill ist.
Beim Start wird das Segelflugzeug
durch eine Winde oder ein Motorflugzeug auf eine bestimmte Höhe gebracht.
Anschließend fliegt es auf einer schwach nach unten geneigten Bahn. Dabei
muß es für seinen Gleitflug ständig etwas von seiner Ausgangshöhe
opfern.
Das Segelflugzeug setzt seine Flughöhe in Flugstrecke um -
solange, bis die Höhe verbraucht ist und das Flugzeug landen
muß.
Moderne Segelflugzeuge erreichen spielend 250 km/h. Der
Höhenweltrekord liegt bei 14.000 Metern, die weiteste geflogene Strecke
bei 2050 km.
Während des Gleitfluges versucht der Segelflieger Thermik zu finden.
Thermik ist von der Sonneneinstrahlung erwärmte Luft, die vom Boden
aufsteigt. Diese aufsteigende Luft nutzt der Segelflieger. Durch ständiges
Kreisen bleibt er innerhalb des Aufwindes und klettert mit ihm.
Beim
Streckenflug gleitet er dann abwärts zum nächsten Aufwind, gewinnt dort
wieder Höhe, gleitet zum übernächsten usw.
Manche Segelflugzeuge
besitzen einen Motor. Es sind echte Segelflugzeuge, die ohne Motor ebenso
gut fliegen. Reicht die Thermik nicht aus, um den Heimatflugplatz zu
erreichen, startet der Motorsegler sein Triebwerk und kann so
weiterfliegen.
Ja, nur heißt er Luftfahrerschein (genau PPL mit Beiblatt C für Segelflug). Man bekommt ihn nach einer gründlichen praktischen und theoretischen Ausbildung, die sich in mehrere Abschnitte gliedert.
Die A-Prüfung beendet den ersten Ausbildungsabschnitt mit drei
Flügen ohne Lehrer.
Bei der B- und der C-Prüfung werden
weitere fliegerische Fähigkeiten nachgewiesen.
Erst dann steht die
staatliche Luftfahrerscheinprüfung an, die die Ausbildung abschließt.
Sie brauchen nichts weiter als ein polizeiliches Führungszeugnis und die Flugtauglichkeits-untersuchung durch einen Fliegerarzt. Für den Luftfahrerschein benötigen Sie ein paar Paßbilder und den Nachweis, daß Sie die vorgeschriebenen Theorie- und Praxisstunden hinter sich gebracht haben. Dann steht der Prüfung nichts mehr im Weg.
«« SeitenanfangJeder Jugendliche ab 14 Jahren und jeder noch Junggebliebene, dem es der Fliegerarzt erlaubt, kann Segelflieger werden. Der Luftfahrerschein wird allerdings erst am 16. Geburtstag ausgehändigt, auch wenn man die Prüfung schon vorher abgelegt hat. Er gilt dann immer für zwei Jahre und wird auf Antrag ohne weiteres verlängert, wenn man die erforderlichen Mindestflugleistungen innerhalb dieser Zeit erbracht hat und der Fliegerarzt einverstanden ist.
«« SeitenanfangIm allgemeinen hängt es von jedem selbst ab, nach welcher Zeit er/sie den ersten Solostart macht. Das kann nach wenigen Wochen oder erst nach Monaten der Fall sein. Bei der Schulung in unserem Verein steht für die Ausbildung in der Regel nur die Wochenenden und Feiertage zur Verfügung, ausgfenommen bei Lehrgängen in den Ferien, wo die ganze Woche hindurch geflogen wird. Daher dauert es etwas länger als in den gewerblichen Flugschulen, ist jedoch preiswerter.Wie beim Auto-Führerschein auch hat das Lebensalter, die Auffassungsgabe und das Gefühl für den Umgang mit Technik einen Einfluss auf die Dauer der Ausbildung.
«« SeitenanfangEinen Motor, der stehen bleiben könnte, gibt es nicht. Die Festigkeit eines Segelflugzeuges ist wesentlich höher als die einer modernen Verkehrsmaschine. Jedes Flugzeug wird durch einen vom Luftfahrt-Bundesamt lizenzierten Prüfer jährlich kontrolliert. Trotzdem: Ein Restrisiko durch menschliches Versagen lässt sich auch in der Segelfliegerei nicht völlig ausschließen.
«« SeitenanfangSchwer zu sagen. Jedenfalls nicht teurer als beispielsweise Skifahren, Surfen, Squash, Sportschießen u. ä. Wer sich engagiert an den anfallenden Vereinsarbeiten beteiligt, fliegt günstig. Für Jugendliche und Studenten haben wir außerdem Sondertarife, durch die das Fliegen sehr preiswert wird.
«« SeitenanfangNein! Alle Flugzeuge, die im »Flugzeugpark aufgeführt sind, gehören dem Verein und können von jedem Mitglied, je nach Können und Lizenz, geflogen werden.
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Bei uns im Verein!
Die Ausbildung in unserem
Vereinen ist zwar etwas zeitintensiver als bei gewerblichen Flugschulen, was nicht unbedingt ein Nachteil sein
muß, wenn man bedenkt, was noch „gratis" geboten wird: Mit Sicherheit einiges an Gemeinsamkeit, Geselligkeit und Teamgeist, aber auch die mögliche Erweiterung von Allgemeinwissen und praktischen Handfertigkeiten.
Besuchen Sie uns doch einfach mal auf unserem Flugplatz. Am Wochenende bei gutem Wetter sind immer Segelflieger am Platz anzutreffen, die gerne Auskunft geben zu Fragen rund um das Segelfliegen. Oder einen Schnupperflug machen, und die Faszination des Segelfliegens einmal selbst erleben!
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