Unsere Heimat

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Geschichte

Die bewegte Geschichte unseres Vereins en détail

Die Vor-/Kriegsjahre

1931

Gründung des Vereins der „Segelflieger Blombergs” im DLV: Erster Vorsitzender wird Dr. Alm. Zu den Gründungsmitgliedern gehören unter anderem: Rudolf Prasse, Rudolf Kaufeld, Otto Bracht, Fritz Bicker, Erich Dedert, Friedrich Wedeking, Heinrich Meier, Heinrich Schwarze.

1932/34

August Recker stellt dem Verein kostenlos seine Scheune in der Schiederstraße als Werkstatt zur Verfügung. Beginn des Eigenbaues des ersten Segelflugzeuges nach Bauplänen der Zeitschrift „Grüne Post”(weil kostenlos!). Die Firma Blomberger Holzindustrie unterstützt den Verein durch kostenlose Lieferung eigens von ihr für den Segelflugzeugbau hergestellten und von der Prüfstelle zugelassenen ersten Buchensperrholzplatten. Sie stellt auch ihre Maschinen kostenlos zum Herrichten der zum Bau benötigten Hölzer zur Verfügung. Im Anschluß an die Fertigstellung der „Grünen Post” wird 1933 der Schulgleiter vom Typ ES Grunau 9 (Schädelspalter) gebaut.

Segelflugmannschaft 1933

Im Mai 1933 findet die Taufe des ersten selbstgebauten Segelflugzeuges durch Bürgermeister Dr. Bargob auf den Namen „Blomberg” auf dem Pideritplatz statt. Im Sommer folgt der erste Start am Beckerberg. Als Flugplätze in der Umgebung Blombergs dienen die Hangweiden am Beckerberg, in Siekholz, in Freismissen und der Dohlenberg in Schwalenberg. Im Sommer 1934 erfolgt der erste Start des ES Grunau 9 (auf den Namen Helmut getauft) am Windmühlenstumpf in Barntrup.

1935

Deutscher Frühling

Im Frühjahr stiftet Dr. Siecke dem Verein ein fabrikneues Segelflugzeug vom Typ Grunau-Baby II, welches in der Turnhalle Blombergs auf den Namen „Deutscher Frühling” getauft wird. Der erste Start dieses Flugzeugs erfolgt am 21.4. am Beckerberg. Fluglehrer Melchert übernimmt die Schulung im Verein. Am 13. 5. fliegt Otto Bracht mit dem „Deutschen Frühling” 4 Std. 25 Min. am Dohlenberg in Schwalenberg. Diesem (damals aufsehenerregend langen) Flug folgen am Dohlenberg ähnliche von Helmut Brand.

1936/39

Neben Fr. Melchert übernimmt Helmut Brand die Nachwuchsschulung. Brand erfliegt sich beim ersten Großflugtag in Oerlinghausen 1938 den Ehrenpreis der Stadt Detmold.

1940/45

Nachwuchsschulung im NS-Fliegerkorps. Helmut Brand und Otto Bracht können auch im Krieg den Segelflug weiter ausüben. Sie werden als Fluglehrer und Lastenseglerführer eingesetzt.
Nachkriegsjahre

1946/50

Zerstörung sämtlicher vorhandener Segelflugzeuge durch die Besatzungsmächte und Verbot jeglicher fliegerischer Betätigung.

1951

Grunau Baby III Rohbau

Im Juli findet im Cafe „Handelshof” eine Zusammenkunft der Flugsportbegeisterten statt, nachdem der Segelflug wieder freigegeben wird. Am 20. 8. wird der Verein mit dem Namen „Luftsportverein Blomberg” unter der Führung von Rudolf Kaufeld wiederbegründet. Berufsschuldirektor Finke setzt sich dafür ein, daß dem Verein die leerstehende PESAG-Halle hinter der Berufsschule in der Bahnhofstraße als Werkstatt kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Nach der Einrichtung wird sofort mit dem Bau von 2 Segelflugzeugen begonnen, die unter dem Werkstattleiter Reinhold Krüger in Rekordzeit fertiggestellt werden.

1952

Unter Fluglehrer Helmut Brand erfolgt am 6.4. der erste Start des Schulgleiters SG 38, der auf den Namen „De Bleome”getauft wird. Im Sommer wird das zweite fertiggestellte Segelflugzeug vom Typ Grunau-Baby III, das den Namen „Nelkenstadt“ erhalten hat, in Betrieb genommen.

1953/55

Heimat

Von Mai bis August wird auf den Flugplätzen Oerlinghausen und Bad Lippspringe, im Herbst nach der Getreideernte auf dem Hohen Feld, Siekhof und Borkhausen geflogen. Ein inzwischen gebautes zweites Segelflugzeug vom Typ Grunau-Baby III wird anläßlich des Heimattages des Schützenfestes durch das ehemalige Vereinsmitglied Hans Prasse auf den Namen“ Heimat“ getauft. Im Winter 1954 wird mit dem Bau eines Schulungsdoppelsitzers vom Typ ES 49 begonnen. Der Kreis Detmold kündigt dem Luftsportverein die Benutzung der PESAG-Halle als Werkstatt. Die Stadt Blomberg stellt dafür das alte Spritzenhaus auf dem Pideritplatz zur Verfügung.

Die LSG Lippe-Südost e.V.

1956/58

Der Luftsportverein wird in das Vereinsregister des Amtsgerichts Blomberg unter dem Namen „Luftsportgemeinschaft Lippe-Südost e. V. im Deutschen Aero-Club” eingetragen. Eine gebrauchte Wellblechhalle zur Unterstellung des Fluggerätes wird auf dem oberen Bruch gebaut. Durch den Umzug und die Materialkosten für die Fertigstellung des Doppelsitzers kommt der Verein in finanzielle Schwierigkeiten, so daß zur Kostendeckung ein Segelflugzeug vom Typ Grunau-Baby III verkauft werden muß. Im Sommer 1956 wird der Doppelsitzer auf dem Marktplatz auf den Namen „Julius” getauft. Im Spätsommer 1957 trifft den Verein ein harter Schlag: Der letzte Einsitzer vom Typ Gronau-Baby III wird durch einen Unfall total zerstört, so daß nur noch der Doppelsitzer zur Verfügung steht. Ein weiterer Rückschlag für die Segelfliegerei trifft mehrere Lippische und Westfälische Vereine: 1958 erfolgt die Sperrung des Flugplatzes Bad Lippspringe durch die Engländer.

1959/60

Die neue Ka8

In Anbetracht der Notlage und in Anerkennung der geleisteten Eigenarbeit ermöglicht das Verkehrsministerium durch einen namhaften Zuschuß den Kauf eines neu auf dem Markt erschienenen Schulungs- und Leistungssegelflugzeuges vom Typ Ka 8. Dieses Flugzeug wird auf dem Flugplatz Rinteln eingeflogen. Helmut Brand macht mit diesem Flugzeug den ersten größeren Überlandflug nach Hannoversch-Münden. Die Suche nach einem eigenen Flugplatz in der Nähe Blombergs wird immer dringender. Begünstigt durch einen trockenen, thermisch günstigen Sommer werden von Borkhausen aus 22 Silber-C-Leistungen erflogen (Ein Schild an der Auffahrt zum Gelände: Silber-C-Fabrik Borkhausen).

Die neue Ka7

Der selbstgebaute Doppelsitzer ES 49 wird günstig verkauft. Mit dem Erlös und den Spenden von Gönnern des Luftsports – in diesem Zusammenhang muß der Name des ehemaligen Bürgermeisters von Bomberg, Dr. Hans Vollmer, erwähnt werden – wird ein fabrikneues doppelsitziges Segelflugzeug vom Typ Ka 7 angeschafft.

Holzmindener Pioniere

Ein jahrelanger Wunsch der Segelflieger geht in Erfüllung. Gutsbesitzer Tielker, Borkhausen, verpachtet der Luftsportgemeinschaft einen unterhalb des Nessenbergs gelegenen Geländestreifen (ca. 8 ha) als Segelflugplatz.

Eine in der Schleppstrecke gelegene bewaldete Kuhle wird in Eigenarbeit der Mitglieder abgeholzt. Die Bundeswehr – Holzmindener Pioniere – erklärt sich bereit, das Zuschieben der Kuhle zu übernehmen. Es müssen ca. 50.000 cbm Boden bewegt werden. Für die Unterkunft und Verpflegung der Pioniere hat der Verein zu sorgen. Obwohl alle aktiven Mitglieder enorme Eigenleistungen erbringen, übersteigen diese Kosten die Kräfte des Vereins. Da springt die Stadt Blomberg ein. Sie gewährt der Luftsportgemeinschaft ein zinsloses Darlehen über 10.000,00 DM.

1960/61

Willy Brandt

In der Jahreshauptversammlung wird Dr. Siecke sen. zum Ehrenmitglied ernannt. Im Sommer 1961 wird der neue Flugplatz eingeweiht. Die Taufe des 1960 gekauften neuen Doppelsitzers auf den Namen „Berlin” wird auf dem Marktplatz durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Willy Brandt, vorgenommen.

Im August 1961 erfolgt vom neuen Flugplatz der erste Zielflug mit Rückkehr Blomberg-Kassel mit der „Berlin” – Besatzung Brand/Kraft – gemeinsam mit dem Einsitzer vom Typ Ka 8 (Pilot R. Schröder). In den Wintermonaten wird in der Werkstatt am Pideritplatz unter der bewährten Leitung von Werkstattleiter Hermann Siekmann ein zweites Segelflugzeug vom Typ Ka 8 gebaut, welches im März 1962 zugelassen und eingeflogen wird.

1963

Die neue Ka6

Anschaffung eines Hochleistungsseglers vom Typ Ka 6 CR. Der Kauf dieses Segelflugzeuges wurde notwendig, um die fliegerischen Leistungen der unter der Ausbildungsleitung von Helmut Brand und Fluglehrer Hermann Siekmann herangebildeten Piloten zu fördern.

Planung und Baubeginn – Ausschachten und Betonieren der Fundamente – der ersten Flugzeughalle und des Flugleitungsgebäudes unter der kostenlosen Bauleitung und Aufsicht von Architekt Günter Ilse in Eigenarbeit.

1964

Richtfest und Fertigstellung der Gebäude. Erstes Zusammentreffen einer Abordnung niederländischer Segelflieger der 3. GGW mit den Blomberger Segelfliegern zwecks Zusammenarbeit.

1965/66

nied. Pionier

Der Kommandeur der 3. GGW, Oberstleutnant Bartelings, besucht im Frühjahr 1965 den Flugplatz. Er vermittelt den kostenlosen Einsatz von niederländischen Pionieren. Sie sollen den Flugplatz so herrichten, daß er für Motorflugzeuge zugelassen werden kann. Dazu müssen nochmals ca. 30.000 m³ Boden verschoben werden. Durch widrige Wetterlagen zieht sich der Einsatz in die Länge. Der Flugbetrieb erleidet – sehr zum Leidwesen der Flieger – eine längere Unterbrechung. Vorübergehend wird auf dem Segelfluggelände in Vinsebeck geflogen. Im Sommer 1966 ist der Platz wieder voll benutzbar und wird nun auch für den Motorflug vorbereitet.

Die Werkstatt mit Jugendraum auf dem Pideritplatz im alten Spritzenhaus wird im Zuge des Ausbaues des Pideritplatzes abgerissen, so daß die Werkstattarbeit zunächst provisorisch in der neuen Halle auf dem Flugplatz und in der Halle am oberen Bruch stattfinden muß.

In enger Zusammenarbeit zwischen Blomberger und Niederländischen Segelfliegern wird mit namhafter finanzieller Unterstützung der Niederländer 1966 ein zweiter Doppelsitzer vom Typ Bergfalke III angeschafft.

1967

Die erste Niederländische Segelfluggruppe unter Oberstleutnant De Groot und dem niederländischen Landesmeister Ed van Bree ist als Gastgruppe auf dem Flugplatz. Der Niederländische Fliegergeneral De Zwaan besucht die Gruppe. Er wird von Ed van Bree in einem Kurzlehrgang geschult und macht seinen ersten Alleinflug im Segelflugzeug. Die Kameradschaft zwischen Blomberger und Niederländischen Segelfliegern hat sich so bewährt, daß seit dieser Zeit fast in jedem Jahr Segelflieger aus den Niederlanden ihren Urlaub auf dem Flugplatz Blomberg-Borkhausen verbringen.

1968

Der Flugplatz wird als Sonderlandeplatz für Motorflugzeuge zugelassen. Die Instandhaltung und Pflege des Platzes und der Gebäude liegt in den bewährten Händen des bekannten Piloten Gustav Köller. Seine Frau Erika und die Frau des verdienstvollen aktiven Mitgliedes Werner Brinkmann, Inge Brinkmann, sorgen während des Flugbetriebes an Wochenenden für das leibliche Wohl der Flieger.Am 11 .8. findet der erste Großflugtag statt, der für die Bevölkerung Blombergs und den ganzen Lippischen Südosten ein nie gekanntes Erlebnis wird. In diesem Jahr finden die ersten 300-km-Leistungsflüge, z. T. Zielflüge, statt, die für die weitere Leistungsfliegerei von großer Bedeutung sind.

1969

Zur Modernisierung der Schulung wird der Kauf eines doppelsitzigen Motorseglers vom Typ SF 25 B beschlossen. Zur Finanzierung werden Startvorauszahlungen der aktiven Mitglieder und ein zinsloses Darlehen der Firma. Phönix notwendig. Leider mußte zur Restfinanzierung ein Verkauf des 1959 angeschafften Einsitzers vom Typ Ka 8 vorgenommen werden. Zum Dank für das Entgegenkommen der Firma Phönix wurde der Motorsegler auf den Namen „Phönix” getauft.

Durch den Verlust der Werkstatt auf dem Pideritplatz, und um der Jugendgruppe eine Bleibe zu schaffen, wird der Bau einer neuen Werkstatt mit Jugendheim sowie eines Flugleitungsturmes geplant. Architekt Ilse stellt die ersten Entwürfe vor. Die endgültige Planung und genehmigungsreifen Baupläne werden vom Fliegerkameraden Architekt Dr. Rudolf Hartog erstellt. Die Baupläne werden in ihrer endgültigen Fassung Anfang 1970 genehmigt. Dr. Hartog – Segelflugpilot mit dem Leistungsabzeichen in Gold mit 3 Diamanten – übernimmt die Bauaufsicht.

1970

Dieses Jahr steht ganz im Zeichen des Neubaues. Alle Kräfte der Mitglieder werden noch einmal mobilisiert, so daß der Rohbau noch vor Beginn des Winters fertiggestellt werden kann. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe gibt einen namhaften Zuschuß. Darüber hinaus beteiligt sich der Kreis Detmold und die Stadt Blomberg wesentlich an dem Bauvorhaben in Anerkennung der enormen Eigenleistung der Vereinsmitglieder. Hier gilt der Dank insbesondere dem Bürgermeister Heinrich Fritzemeier, der sich bei allen Gremien für die Bewilligung der Zuschüsse einsetzt.

1971

Die neue Werkstatt

Der Bau wird fertiggestellt. Der Innenausbau wird abgeschlossen und die Einrichtung eingebaut. Am 26. 6. wird das Gebäude in Anwesenheit des Regierungspräsidenten, des Landrates, des Bürgermeisters, des Stadtdirektors und Ratsmitgliedern sowie einer Abordnung des Deutschen Aero-Clubs vom Landesverband NRWeingeweiht. Der Vorsitzende Rudolf Kaufeld und der Ausbildungsleiter und Fluglehrer Helmut Brand werden für ihre Verdienste mit dem „Diplom Otto Lilienthal“ ausgezeichnet.

1972

In der Hauptversammlung wird der langjährige 1. Vorsitzende und Mitbegründer des Vereins, Rudolf Kaufeld, zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Er legt sein Amt als Vorsitzender nieder, damit die Versammlung einen jüngeren Nachfolger wählen kann. Am 25. 8. findet auf dem Flugplatz ein “Tag der offenen Tür“ statt, um den Bewohnern von Blomberg und Umgebung alle Einrichtungen und Fluggeräte vorzuführen.

1973

ASK 13 1973

Ein fast total zerstörtes doppelsitziges Segelflugzeug vom Typ ASK 13 wird angekauft und in der neuen Vereinswerkstatt durch den besonderen Arbeitseinsatz von Werkstattleiter Hermann Siekmann und einigen anderen fleißigen Mitgliedern wieder zu einem wertvollen, für die Schulung gut einsetzbaren Segelflugzeug aufgebaut.

1974

Durch die Unterstellung einiger Motorflugzeuge reicht der Unterstellplatz in der vorhandenen Flugzeughalle nicht mehr aus. Unter der Leitung von Dr. Rudolf Hartog wird eine zweite Halle geplant. In dieser Halle sollen Stellplätze für Motorflugzeuge angeboten werden. Mehr Motorflugzeuge als in dieser Halle untergestellt werden können, sollen aus Lärmschutzgründen nicht am Flugplatz stationiert werden. Mit dem Bau dieser Halle wird im Herbst begonnen. Durch die Bewilligung von Landesmitteln in gekürzter Form ist erneut ein besonderer Arbeitseinsatz aller Mitglieder notwendig.
Jürgen Eilers und Horst Weber erfüllen die letzte Bedingung für die „Gold-C“ durch die ersten Höhenflüge von Blomberger Segelfliegern in Innsbruck (4500 m Höhe).

1975

Die neue Flugzeughalle wird in relativ kurzer Bauzeit am 24. 5. mit einem “ Tag der offenen Tür“ und einem Fliegerfest eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben. Bei der gleichen Veranstaltung wird der erste Kunststoffsegler vom Typ „Club-Libelle“ getauft. Durch die finanzielle Opferbereitschaft der Mitglieder kann im Herbst dieses Jahres der erste Kunststoffsegler der Standardklasse mit Einziehfahrwerk vom Typ „Astir CS“ angeschafft werden. Mit Unterstützung der Stadt Blomberg wird eine eigene Wasserversorgung sichergestellt. Die Bohrung unter dem Nessenberger Wald geht in eine Tiefe von über 70 Meter.

1976

ein neuer Astir CS

Für die Anschaffung eines weiteren Leistungssegelflugzeugs vom Typ „Astir CS“ wird der Doppelsitzer „Bergfalke III“ verkauft. Das Übungs- und Leistungsflugzeug „Ka 6 CR“ wird durch Flugunfall in Innsbruck total zerstört. Fluglehrer Helmut Brand erfüllt als drittes Vereinsmitglied die letzte Gold-C-Bedingung im Alter von 60 Jahren mit einem Höhenflug in Innsbruck bis 7000 Meter. Das zerstörte Flugzeug kann aufgrund einer Kasko-Versicherung durch den Ankauf eines gebrauchten Segelflugzeugs vom Typ „Ka 6 E“ ersetzt werden.

1977

Der Verein zeigt sich der Bevölkerung durch einen gelungenen „Tag der offenen Tür“, Rudolf Hartog erfliegt als erster Blomberger Segelflieger ein Dreieck über 500 Kilometer und erhält dafür den dritten Diamanten zur „Gold-C“.

1978

Der Präsidalrat des Deutschen Aero-Club e. v. – Landesverband Nordrhein-Westfalen – tagt in der Blomberger Burg. Ehrung der Stadt Biomberg durch Überreichung des „Diploms Otto Lilienthal“ an Bürgermeister Fritzemeier durch den Landesverbandspräsidenten Reuter für die in den vergangenen Jahren der Luftsportgemeinschaft gewährte Unterstützung.
Am Flugplatz werden umfangreiche Arbeiten zur Begradigung der Landebahn durchgeführt. Der Mitgliederzuwachs – insbesondere Jugendliche – macht die Anschaffung eines weiteren Übungsflugzeuges vom Typ „Ka 6 CR“ notwendig. Außer- dem werden je ein neuer Motorsegler der Baureihe SF 25 C und SF 25 E gekauft. Der alte Motorsegler vom Typ SF 25 B kann in Zahlung gegeben werden. Das Vereinsmitglied Peter Müller überläßt dem Verein sein Segelflugzeug „Standardlibelle“ zu sehr günstigen Bedingungen.

1979

Der Verein darf die Werkstatt in der alten Berufsschule zunächst für eine absehbare Zeit wieder benutzen und so die Überholung von Flugzeugen und Geräten unter guten Bedingungen durchführen. Die Stadt Blomberg ermöglicht der Luftsportgemeinschaft Lippe-Südost e. V. durch einen einmaligen Zuschuß den Ankauf der bebauten Flugplatzgrundstücke einschließlich Campingplatz. Diese Grundstücke werden in der Größe von 1 ha von Hans-Theodor Tielker erworben.

1980

SF 27 A

Dem notariellen Kaufvertrag aus dem Jahre 1979 folgt die Eintragung der erworbenen Grundstücke im Grundbuch der Stadt Blomberg. Ein weiteres Segelflugzeug vom Typ „SF 27 A“ wird als Bruch erworben und in der Vereinswerkstatt in der Berufsschule wieder aufgebaut. Rudolf Hartog legt mit seinem Segelflugzeug „ASW 15 B“ vom Flugplatz Blomberg-Borkhausen aus eine Flugstrecke über 620 Kilometern nach Frankreich zurück.

1981

Der neue TWIN

Der Flugzeugpark wird weiter modernisiert. Zu diesem Zweck werden die „Ka 6 E“ und das älteste Flugzeug, der bewährte Übungsdoppelsitzer „Ka 7 -D-5785″, verkauft. Wir erhalten dafür den modernen Kunststoff-Doppelsitzer “ TWIN-ASTIR

Flugzeugpark 1981:

1 Ka 8 B – Übungseinsitzer

1 Ka 6 CR – Übungs- bzw. Leistungseinsitzer

1 SF 27 A – Übungs- bzw. Leistungseinsitzer

1 Club-Libelle – Leistungseinsitzer- Clubklasse

1 Standard-Libelle – Leistungseinsitzer- Standardklasse

2 ASTIR CS – Leistungseinsitzer- Standardklasse>

1 ASK 13 – Übungsdoppelsitzer

1 TWIN ASTIR – Übungs- und Leistungsdoppelsitzer

1 SF 25 C – Doppelsitziger Motorsegler

1 SF 25 E – Doppelsitziger Motorsegler

Der Flugplatz erhält zur Erfüllung behördlicher Auflagen neue Landebahnmarkierungen; der Raum für die Lutftaufsicht wird modernisiert und dadurch die Sicherheit für den Flugbetrieb erhöht.


1982

In diesem Jahr wird eine zweite Winde fertiggestellt. Eine Veränderung von übergeordneter Bedeutung ergibt sich dadurch, daß das Verkehrsministerium seine Zuständigkeit für den Luftsport an das Kultusministerium übergibt.

1983

Auf der Jahreshauptversammlung wird Horst Weber erneut zum Geschäftsführer und Georg Steuer zum zweiten Vorsitzenden gewählt Durch einen Unfall wird eine größere Reparatur an der SF 27 erforderlich. Die alte Heizungsanlage wird erneuert und die Flugplatzdrainage erweitert. Damit wird die Bildung von sumpfigen Stellen nach Regentagen zu vermeiden. Am 07.01. wird der „Verein zur Förderung des Flugsportes Blomberg“ gegründet. Seine Zielsetzung ist die ideelle und materielle Förderung aller Luftsportarten in der Luftsportgemeinschaft Lippe-Südost e. V. Gründungsmitglieder sind bewährte Persönlichkeiten der LSG .Der Förderverein hat sich seit der Gründung sehr bewährt, insbesondere bei den bisher durchgeführten Luftsportveranstaltungen.


1984

Unter der Leitung von Hermann Siekmann werden Anhänger für die beiden Doppelsitzer gebaut. Damit ist nach Außenlandungen der Rücktransport zum Flugzeug sichergestellt. Gegen Ende des Jahres wird der Motorsegler SF 25 C verkauft und ein neuer Motorseglers von Typ SF 25 C gekauft.

1985

DG 101 G

Zu Beginn der neuen Saison ist der neue Motorsegler Superfalke C 2000 eingetroffen. Durch den Kauf einer DG 101 wird der Segelflugzeugpark weiter modernisiert. Der Hallenanbau einschließlich Zuwegung wird in Eigenarbeit fertiggestellt.

1986

DG 300 WL

Die Vorstandswahlen der diesjährigen Mitgliederhauptversammlung bringen folgende Veränderungen: Helmut Brand scheidet nach 10jähriger Amtszeit als I. Vorsitzender aus und wird zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Zum neuen Vorsitzenden wird Horst Weber und zum Geschäftsführer Harald Siekmann gewählt. Zur Sicherheit des Flugbetriebes wird die Stromleitung am Ostende des Platzes unter die Erde verlegt. Damit ist ein hindernisfreier Landeanflug möglich. Die alte Kantine wird mit einer größeren Terrasse umbaut, damit Besuchern Gelegenheit zum Aufenthalt und Beobachten des Flugbetriebes geboten werden kann. Der Flugzeugpark wird um den Hochleistungssegler DG 300 ergänzt.

1987

D-KNIO

In dem Bestreben, den Flugzeugpark der LSG auf einen möglichst modernen Stand zu halten, wird der Ankauf eines weiteren Superfalken C 2000 beschlossen. Zu diesem Zweck werden die Club-Libelle und ein Motorsegler verkauft.

1988

Die Leistungsfliegerei erhält durch den Kauf einer neuen LS 4 einen weiteren Aufschwung. Der Flugtag dieses Jahres wird durch das tragische Unglück in Ramstein überschattet. Durch diesen Unglücksfall sinkt auch das Ansehen der Sportfliegerei in der Öffentlichkeit.

1989

Als größere Baumaßnahmen wird die Erweiterung der Flugplatzdrainage und die Asphaltierung der Wege hinter den Hallen durchgeführt. Der Verein erhält von der Stadt BIomberg für den Ausbau von Wirtschaftswegen einen größeren Zuschuß. Die Bemühungen des Vereins um Verjüngung des Ausbildungspersonals im Bereich Segel- bzw. Motorsegelflug sind in diesem Jahr erfolgreich. So haben Siegfried Adomat, und Stefan Müller die Segelfluglehrerausbildung absolviert.

1990

Es werden die ersten Kontakte zu den Fliegern in Oschatz in der DDR geknüpft.

Vom 01.01.1990 werden die Flugebühren erhöht, die immerhin seit 1981 stabil gewesen sind. Trotz dieser Tarifanhebung ist der Flugsport in BIomberg immer noch für jeden erschwinglich. Aufgrund bestehenden Bedarfs wird eine weitere Ka 6 CR angeschafft. Das alte Feuerwehrfahrzeug – Magirus-Deutz – wird unter Federführung von Hermann Siekmann zur 3. Schleppwinde umgebaut.


1991

Die Luftsportgemeinschaft feiert am 25. Mai 1991 sein 60jähriges Vereinsjubiläum. Dazu sind Freunde und Förderer erschienen, insbesondere jedoch eine große Abordnung der Flieger aus der Blomberger Partnerstadt Oschatz.

Durch die Spenden einiger Vereinsmitglieder wird der Kauf des doppelsitzigen Oldtimer-Segelfugzeuges Ka 2 realisiert.

1992/1993

Der Erwerb des Flugplatzgeländes durch die Luftsportgemeinschaft ist nach wie vor ein aktuelles Thema im Verein. Die Preisvorstellungen der Familie Tielker lassen eine Realisierung – auch unter Ausschöpfung aller Vereinsmöglichkeiten – jedoch nicht zu. Mit einer Unterstützung der Stadt Blomberg und des Landes Nordrhein-Westfalen kann infolge der Zusatzbelastungen durch die Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland nicht gerechnet werden. Statt dessen wird der Verkauf eines Scheibe-Motorseglers und nachfolgender Neukauf eines Dreibein-Motorseglers SF 25 C mit Rotax-Motor geplant und umgesetzt.


1994

Auf die Luftsportgemeinschaft kommen Kostenintensive Maßnahmen zu. Die Fenster im Vereinsheim müssen erneuert werden, die Kläranlage ist zu modernisieren, die Tankstelle zu renovieren, die Blechhalle zu entrosten und zu streichen und außerdem sind Instandsetzungen an den Zuwegungen vorzunehmen. Leider können in diesem Jahr nicht alle Maßnahmen realisiert werden. Der Verein denkt darüber nach, eine neue Kantine mit zeitgemäßen sanitären Anlagen zu bauen.


1995/1996

DG 505 orion

Der Bauantrag für eine neue Kantine mit Flugsicherungsturm wird nach Versammlungsbeschluß gestellt. Die Baugenehmigung folgt wenige Monate später. Mit dem Bau kann wegen nicht gesicherter Finanzierung noch nicht begonnen werden. Es wird zunächst der Neubau der Tankstelle geplant und finanziert. Durch den Verkauf einer Schleppwinde, der KA 2, einer Ka 6 CR und der Ka 6 E wird die finanzielle Grundlage für die Anschaffung einer DG 505 ORION –doppelsitziges Kunststoffsegelflugzeug – geschaffen. Da noch kein Anhänger zur Verfügung steht, wird das Flugzeug 1996 per Flugzeugschlepp von Karlsruhe aus überführt.

1997/1998

Dimona HK-36

Weitere Renovierungen an Flugplatzwegen und Betriebsflächen sowie die Schaffung einer befestigten „Mini-Startbahn“ ergänzen den Flugplatz für optimalen Flugbetrieb. Durch den Verkauf eines alten Motorseglers und Mitgliederdarlehn in nicht unerheblicher Höhe ist die Anschaffung eines Hochleistungsmotorseglers möglich, mit dem auch Segelflugzeuge geschleppt werden können.

1999/2001

neue Gebäude

Die 1964 als Flugsicherungsgebäude errichtete Kantine wird abgerissen und durch einen modernen Flugsicherungsturm und Vereinsheim ersetzt. Hierfür werden alle Mitgliederkräfte mobilisiert. Dieses Gebäude wird im Mai 2000 seiner Bestimmung übergeben. Im August 2000 erhält Helmut Brand für seine Lebensleistung, die wesentlich im Aufbau des Vereins und des Flugplatzes besteht, das Bundesverdienstkreuz. Anfang 2001 wird Wolfgang Wienkemeier zum 1. Vorsitzenden gewählt, nachdem Horst Weber sich nach über 30 Jahren Vorstandsarbeit nicht zur Wiederwahl stellt.